Blockfreien-Bewegung

Aus Looking for YU
Wechseln zu: Navigation, Suche

Text: LR

Saal der Blockfreien-Konferenz

Den informellen Grundstein der Blockfreien-Bewegung legte das Treffen Titos mit den Staatchefs Ägyptens und Indiens (Gamal Abdel Nasser und Jawaharlal Nehru) 1956 auf der Adria-Insel Brioni. Dem voran ging die Konferenz von Bandung 1955, wo sich 29 Drittweltstaaten für eine Politik friedlicher Koexistenz aussprachen. [1]

1961 kam es im Gebäude des Bundesexekutivrates zur Gründung der Blockfreien-Bewegung, der neben Jugoslawien Staaten wie Ägypten, Indien, Indonesien oder Ghana angehörten. In die selbe Zeit fällt die Berlin-Krise und somit eine Phase der besonderen Polarisierung der Blöcke USA und Sowjetunion. Zentrales Ziel dieser Staaten war es keinem Militärblock anzugehören. Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, die Lösung internationaler Konflikte auf friedlichem Wege und das Ende des Kolonialismus waren zentrale politische Ziele. In der Politik der Nicht-Gebundenheit sahen Jugoslawien und die anderen blockfreien Staaten den besten Weg zur Überwindung der bestehenden Teilung der Welt. Ärmere Länder sollten unterstützt werden, auch ohne politische Kompromisse eingehen zu müssen, um einen besseren Lebensstandard erreichen zu können. An die Konferenz von 1961 erinnert ein Denkmal am Ostufer der Brankov-most-Brücke.[2]


Einzelnachweise

  1. Calic, Marie-Janine: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck, München 2010, S.201 f.
  2. http://dusicadrazic.wordpress.com/curating/belgradenonplaces/(Stand: 24.10.2014)


Literatur

Calic, Marie-Janine: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck, München 2010.

Grandits, Hannes und Sundhaussen, Holm (Hg.). Jugoslawien in den 1960er Jahren. Harrassowitz, Wiesbaden 2013.

NIP „Borba“ – Zeitschrift Revue und Verlagsabteilung des Graphischen Instituts Kroatiens: ABC Jugoslawien. Tatsachen und Zahlen. Bundessekretariat für Informationen, Belgrad 1966.